Vielleicht fragst du dich, wie Psychedelika unser Immunsystem beeinflussen und in welcher Beziehung Geist und Körper zueinander stehen. Die Psychoneuroimmunologie hilft uns zu verstehen, wie diese Elemente zusammenwirken. Die Psychoneuroimmunologie ist nämlich das interdisziplinäre Fachgebiet, das sich mit der komplexen Beziehung zwischen unserem psychischen Zustand, dem Nervensystem und dem Immunsystem befasst.
Diese drei Systeme arbeiten zusammen und beeinflussen sich gegenseitig auf vielfältige Weise. Das Immunsystem hat die Aufgabe, Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen, während das Nervensystem für die Weiterleitung von Signalen in unserem Körper zuständig ist.
Inhaltsverzeichnis
Psychedelica und das Immunsystem
Psychedelische Substanzen wie LSD, Psilocybin (Pilze und magische Trüffel) und DMT haben aufgrund ihrer einzigartigen Auswirkungen auf den Geist und die Wahrnehmung sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei Liebhabern Aufmerksamkeit erregt. Jüngste Forschungsergebnisse haben zudem gezeigt, dass diese Substanzen unser Immunsystem beeinflussen können. Eine von Forschern der University of California, Davis, durchgeführte Studie ergab, dass Psilocybin die Aktivität des Immunsystems verstärken kann.
Bei den Teilnehmern, denen Psilocybin verabreicht wurde, zeigte sich eine Zunahme bestimmter Immunzellen, die für die Abwehr von Krankheiten wichtig sind. Eine weitere interessante Erkenntnis ist, dass Psychedelika unsere Lern- und Anpassungsfähigkeit fördern können. Dies gilt auch für unser Immunsystem. Studien haben gezeigt, dass psychedelische Substanzen die Plastizität des Immunsystems erhöhen können, was bedeutet, dass es sich besser an Veränderungen und Bedrohungen anpassen kann [1].
Die Verbindung zwischen Geist und Körper
Um den Einfluss von Psychedelika Um das Immunsystem zu verstehen, müssen wir auch die Verbindung zwischen Körper und Geist betrachten. Unser psychischer Zustand kann eine große Rolle dabei spielen, unsere körperliche Gesundheit zu beeinflussen. Stress ist beispielsweise als ein Faktor bekannt, der unser Immunsystem schwächen kann. Anhaltender Stress kann zu chronischen Entzündungen und einer verminderten Abwehrkraft gegen Infektionen führen [2].
Andererseits können positive Emotionen und eine positive Einstellung gerade zu einem gesünderen Immunsystem beitragen. Psychedelica könnte diesen Zusammenhang möglicherweise beeinflussen, indem es bestimmte Rezeptoren im Gehirn aktiviert, die für Stimmung und Emotionen verantwortlich sind. Diese Aktivierung kann zu positiven Veränderungen unseres psychischen Zustands führen, was sich wiederum positiv auf unser Immunsystem auswirken kann.
Magische Trüffel und Stress
Eine der häufigsten Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem ist chronischer Stress. Lang anhaltender Stress kann zu Entzündungen im Körper führen und die Wirksamkeit unseres Immunsystems beeinträchtigen. Magische Trüffel können jedoch dazu beitragen, diesen Prozess umzukehren. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Wirkstoff in magischen Trüffeln, Psilocybin, Angst und Stress lindern kann. [3]. Psilocybin kann die Aktivität in der Amygdala verringern, einem Teil unseres Gehirns, der an der Verarbeitung von Emotionen wie Angst beteiligt ist.
Durch diese hemmende Wirkung kann Psilocybin dazu beitragen, ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit zu fördern, wodurch die Auswirkungen von Stress auf unseren Körper gemindert werden. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Psilocybin dazu beitragen kann, den Spiegel von BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) zu erhöhen, einem Protein, das das Wachstum und die Regeneration von Neuronen anregt.
Quellen:
[1] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889159123002684
[2] https://www.uza.be/chronische-stress-niet-onschuldig
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8596485/
