Aktualisiert am 29. Oktober 2026 · Lesezeit: 10 Minuten
Kurze Antwort: Kratom sind die gemahlenen Blätter der Mitragyna speciosa, eines Baumes aus der Familie der Kaffeegewächse, der in Südostasien wächst. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin. In geringen Mengen wirkt Kratom vor allem anregend. In höheren Mengen hingegen beruhigend. Kratom steht im Jahr 2026 nicht auf den Listen der Opiumgesetz. In den Niederlanden darf es nicht als Lebensmittel verkauft werden. Deshalb wird es als nicht zum Verzehr geeignet angeboten.
Kratom ist in den Niederlanden eines der meistgesuchten Kräuter in Smartshops. Dennoch wissen viele Menschen nicht genau, was es ist. Stammt es aus einer Pflanze oder aus einem Labor? Ist es legal? Und welche Risiken bestehen? In diesem Artikel stellen wir die Fakten zusammen.
Hier erfährst du, woher Kratom stammt, welche Substanzen darin enthalten sind und wie sie wirken. Außerdem erfährst du, worin der Unterschied zwischen den verschiedenen Farben und Sorten besteht. Wir erklären dir, wie die rechtliche Lage im Jahr 2026 aussieht und warum Vorsicht geboten ist. Sieh dir auch unsere Übersicht über Kratom im Smartshop.
Inhaltsverzeichnis
Woher kommt Kratom?
Kratom wächst in den tropischen Wäldern von Thailand, Malaysia, Indonesien und Papua-Neuguinea. Der Baum kann über zwanzig Meter hoch werden. Er gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie die Kaffeepflanze, nämlich zu den Rubiaceae.
In Südostasien kauen Bauern und Arbeiter schon seit Jahrhunderten auf den frischen Blättern. Sie taten dies, um in der Hitze länger arbeiten zu können. Außerdem wurde Kratom in der traditionellen Medizin und bei gesellschaftlichen Zusammenkünften verwendet. In Thailand war die Pflanze lange Zeit verboten. Seit 2021 ist dieses Verbot dort aufgehoben.
Welche Inhaltsstoffe sind darin enthalten?
Das Blatt enthält Dutzende von Alkaloiden. Das bekannteste davon ist Mitragynin. Dieser Stoff macht den größten Teil der im Blatt enthaltenen Alkaloide aus. Darüber hinaus enthält es in geringen Mengen 7-Hydroxymitragynin. Dieser Stoff ist wesentlich stärker. Beide Stoffe wirken auf dieselben Rezeptoren im Gehirn wie Opioide. Allerdings tun sie dies auf andere Weise. Außerdem wirken sie auf andere Systeme, wie beispielsweise das Adrenalin-System und Serotonin.
Wie wirkt Kratom?
Das Besondere an Kratom ist, dass die Wirkung von der Dosierung abhängt. Konsumenten und Forscher beschreiben zwei unterschiedliche Wirkungen.
Diese Wirkungen basieren auf Erfahrungen von Anwendern und ersten Untersuchungen. Es gibt bislang noch kaum groß angelegte klinische Studien. Kratom ist kein Arzneimittel, und wir geben keine medizinischen Versprechen ab.
Die Sorten und Farben
Kratom wird häufig nach der Farbe der Maserung im Blatt verkauft. Es gibt rotes, grünes und weißes Kratom. Die Farbe gibt Aufschluss über den Reifegrad des Blattes und die Art der Trocknung. Außerdem tragen Sorten oft den Namen einer Region, wie beispielsweise Maeng Da, Bali oder Borneo.
Diese Einteilung basiert vor allem auf Erfahrungen und Traditionen. Wissenschaftlich ist der Unterschied zwischen den Farben noch nicht gründlich untersucht worden. Der Alkaloidgehalt kann zudem von Charge zu Charge variieren.
Wie lange wirkt Kratom?
Den Angaben der Nutzer zufolge stellen sich die ersten Wirkungen meist innerhalb einer halben Stunde bis zu einer Stunde ein. Die Wirkung hält einige Stunden an. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Wie lange wirkt Kratom?.
Risiken und Nebenwirkungen
Kratom ist eine Pflanze, was jedoch nicht bedeutet, dass sie risikofrei ist. Bekannte Nebenwirkungen sind Übelkeit, Verstopfung, Schweißausbrüche, Juckreiz und Schwindel. Bei höheren Dosierungen und häufiger Einnahme steigen die Risiken.
Gewöhnung und Abhängigkeit
Wer täglich Kratom konsumiert, kann sich daran gewöhnen. Man benötigt dann immer mehr, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Nach längerem täglichem Konsum können beim Absetzen Entzugserscheinungen auftreten. Dazu gehören Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Muskelschmerzen. Konsumiere Kratom daher nicht täglich und lege regelmäßig Pausen ein.
Kombinationen
Kombinieren Sie Kratom niemals mit Alkohol, Opioiden, Schlafmitteln oder Benzodiazepinen. Auch in Kombination mit Antidepressiva und anderen Medikamenten können gefährliche Wirkungen auftreten. Nehmen Sie Medikamente ein? Dann sprechen Sie sich immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.
Wer sollte es nicht verwenden?
- ✓Schwangere und stillende Frauen.
- ✓Personen unter 18 Jahren.
- ✓Menschen mit Leber- oder Herzproblemen.
- ✓Menschen mit einer Suchterfahrung.
- ✓Personen, die ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen müssen.
Was sieht das Gesetz im Jahr 2026 vor?
Kratom, Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin sind weder in Liste I noch in Liste II des Opiumgesetzes aufgeführt. Sie sind auch nicht in der Liste für neue psychoaktive Substanzen. Der Besitz stellt also keine Straftat dar. Es gilt jedoch die europäische Regelung für neuartige Lebensmittel. Kratom wurde dafür nie zugelassen. Im Jahr 2025 bestätigte das Berufungsgericht für Wirtschaftsfragen, dass Kratom als Lebensmittel gilt. Daher darf es in den Niederlanden nicht zum Verzehr oder Trinken verkauft werden. Smartshops bieten Kratom daher als Produkt an, das nicht zum Verzehr geeignet ist.
In anderen Ländern gelten manchmal strengere Vorschriften. Unter anderem in Dänemark, Schweden, Polen und Irland ist Kratom verboten. Nimm es daher niemals mit auf Reisen, ohne dich zuvor über die Vorschriften deines Reiseziels zu informieren.
Kratom gilt in den Niederlanden gemäß dem Opiumgesetz nicht als Droge. Es handelt sich auch nicht um ein zugelassenes Lebensmittel. Seien Sie sich dieses doppelten Status bewusst.
Kratom in einem Smartshop kaufen
Kaufen Sie Kratom nur bei einem zuverlässigen Anbieter. Achten Sie auf eine klare Herkunftsangabe und eine ordentliche Verpackung ohne medizinische Angaben. In unserem Kratom-Kategorie Dort findest du verschiedene Sorten bekannter Marken. Bewahre Kratom kühl, trocken und dunkel sowie außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Wie wird Kratom hergestellt?
Kratom im Handel besteht fast immer aus gemahlenen Blättern. Die Blätter werden von Hand gepflückt. Anschließend werden sie getrocknet, entweder drinnen oder draußen in der Sonne. Die Art der Trocknung beeinflusst die Farbe und laut Experten auch die Wirkung. Nach dem Trocknen werden die Blätter fein zu einem grünen Pulver gemahlen. Dieses Pulver wird in Beutel oder Kapseln abgepackt. Es gibt auch Extrakte. Diese sind stärker als das gewöhnliche Pulver und erfordern besondere Vorsicht.
Kratom und Kaffee: Familie
Da Kratom zur Familie der Kaffeegewächse gehört, vergleichen die Menschen es oft mit Kaffee. Das ist jedoch nur teilweise zutreffend. Kratom enthält kein Koffein. Die Wirkstoffe wirken auf ganz andere Weise. In geringen Mengen kann das Gefühl allerdings ein wenig dem einer starken Tasse Kaffee ähneln. Bei höheren Mengen wirkt es hingegen beruhigend. Das macht Kratom zu einer besonderen Pflanze.
Was sagen die Gesundheitsbehörden dazu?
Die Europäische Drogenagentur beobachtet Kratom bereits seit Jahren. Nach Angaben der Agentur wurden in Europa zwar nur wenige schwerwiegende Probleme gemeldet, doch bestehen Bedenken hinsichtlich hochdosierter Produkte und der Kombination mit anderen Substanzen. In den Vereinigten Staaten warnt die FDA vor dem Konsum von Kratom. Dort sind auch Produkte mit zusätzlichem 7-Hydroxymitragynin auf den Markt gekommen. Diese sind wesentlich stärker als gewöhnliche Blätter. Im Jahr 2025 empfahl die FDA, diesen Stoff strenger zu regulieren. Die Empfehlung lautet daher: Entscheiden Sie sich für natürliche Blätter und meiden Sie verstärkte Produkte.
Mythen über Kratom
- ✓Kratom ist ein Opioid. Nicht ganz. Es wirkt auf dieselben Rezeptoren, ist aber ein Pflanzenstoff mit einem anderen Wirkprofil.
- ✓„Natürlich“ bedeutet „sicher“. Das stimmt nicht. Auch Pflanzen können Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte hervorrufen.
- ✓Mehr ist besser. Das stimmt nicht. Eine höhere Dosis führt vor allem zu stärkerer Übelkeit.
- ✓Alle Farben unterscheiden sich wissenschaftlich voneinander. Das ist noch nicht bewiesen.
Verantwortungsvoller Umgang mit Kratom
Wer Kratom kauft, sollte sich der Risiken bewusst sein. Nimm es nicht täglich ein. Behalte im Auge, wie oft du es einnimmst. Merkst du, dass du es immer öfter haben möchtest? Dann leg eine Pause ein und sprich mit jemandem darüber, dem du vertraust. Wende dich an deinen Hausarzt, wenn dir der Entzug schwerfällt. Auch Suchtberatungsstellen in deiner Region können dich beraten, auf Wunsch auch anonym.
Kratom im Vergleich zu Kanna
Kratom wird manchmal mit … verglichen Kanna. Kanna ist eine Sukkulente aus Südafrika. Auch Kanna wird traditionell gekaut. Es wirkt anders als Kratom und hat nach Angaben der Konsumenten vor allem eine stimmungsaufhellende und entspannende Wirkung. Beide Pflanzen fallen in den Niederlanden nicht unter das Opiumgesetz. Kombinieren Sie sie nicht, ohne genau zu wissen, was Sie tun.
Auch bei Kanna gilt: Beginnen Sie vorsichtig und kombinieren Sie es nicht mit Medikamenten oder anderen Substanzen. Lesen Sie stets die Informationen auf der Verpackung.
Lagerung und Haltbarkeit
Bewahren Sie Kratom in einer gut verschlossenen Verpackung an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf. Feuchtigkeit und Licht führen zu einem Qualitätsverlust. Bei richtiger Lagerung ist Kratom etwa ein bis zwei Jahre haltbar. Riecht es muffig oder sehen Sie Schimmel? Dann entsorgen Sie es. Bewahren Sie Kratom stets außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Kratom ist in den Niederlanden ein häufig gekauftes Kraut mit einer einzigartigen Stellung. Es gilt rechtlich weder als Droge noch als Lebensmittel. Wer es kauft, tut dies auf eigene Verantwortung. Gehen Sie bewusst und vorsichtig damit um.
Kratom und ähnliche Produkte bei Smartific
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Häufig gestellte Fragen zu Kratom
Was ist Kratom?
Ist Kratom in den Niederlanden legal?
Was ist der Unterschied zwischen rotem, grünem und weißem Kratom?
Macht Kratom süchtig?
Darf ich Kratom mit Alkohol kombinieren?
Wichtig
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Smartific liefert keine Produkte, die gegen niederländisches Recht verstoßen. Im Zweifelsfall oder für eine persönliche Beratung sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.
